Fähigkeiten im Lebenslauf: auswählen und konkret formulieren
Welche deiner Fähigkeiten passen zur Stelle? Ein ausgefülltes Beispiel zeigt, was du aufnimmst, präzisierst oder weglässt – mit ehrlichen Angaben zu Praxis, Lernstand und fehlenden Kenntnissen.
Fähigkeiten auswählenAusgefülltes BeispielKenntnisse und Praxis
Was mit Fähigkeiten im Lebenslauf gemeint ist
Fähigkeiten beschreiben, was du tun kannst: zum Beispiel Bestellungen erfassen, ein Messgerät bedienen oder eine Rückfrage verständlich erklären. Im Lebenslauf werden dafür auch Begriffe wie Kenntnisse, Kompetenzen, Hard Skills und Soft Skills verwendet. Die Bezeichnungen überschneiden sich. Für deine Bewerbung ist entscheidend, dass die konkrete Aussage verständlich ist.
„Besondere Fähigkeiten“ ist eine mögliche Rubrik, keine Aufforderung zu außergewöhnlichen Talenten. Auch alltägliche Aufgaben können relevant sein. Eine sorgfältige Bestellannahme passt beispielsweise zur Auftragsbearbeitung, obwohl viele andere Menschen diese Tätigkeit ebenfalls kennen.
Für eine ausführliche Darstellung persönlicher Arbeitsweisen helfen die Beispiele zu Soft Skills im Lebenslauf.
Fachliches Können: Du verwendest Wissen, ein Werkzeug oder eine Methode für eine Aufgabe. „Bildbearbeitung“ bleibt weit; „Produktfotos freistellen und auf vorgegebene Maße zuschneiden“ nennt den tatsächlichen Umfang.
Persönliche und soziale Fähigkeiten: Du zeigst, wie du arbeitest oder mit anderen zusammenarbeitest. Ein eigener Beitrag zu einer Abstimmung erklärt mehr als das einzelne Wort „teamfähig“.
Qualifikationen und Nachweise: Ein Kurs oder Zertifikat dokumentiert den jeweiligen Lern- oder Prüfungsstand. Was du anschließend selbstständig in der Praxis angewendet hast, ist eine zusätzliche Information.
Welche Fähigkeiten du aus deiner Sammlung auswählst
Lege zunächst eine private Sammlung an. Notiere zu jeder Fähigkeit eine Aufgabe, deinen Anteil, den letzten Einsatz und den Rahmen: Arbeit, Praktikum, Schule, Ehrenamt oder eigenes Lernen. Diese Sammlung darf länger sein als dein Lebenslauf. Für jede Bewerbung wählst du daraus die Angaben aus, die beim Verständnis deiner Eignung helfen.
Auch Europass empfiehlt, Beispiele für Fähigkeiten und Erfahrungen auf die ausgeschriebene Stelle abzustimmen und sich auf passende Fakten zu konzentrieren. Die folgende Auswahlübung setzt diese Empfehlung an einem erfundenen Fall um.
Zum Abgleich der konkreten Begriffe hilft ATS-Keywords aus der Stellenanzeige. Übernimm einen Programmnamen oder eine Methode nur, wenn die Angabe tatsächlich zutrifft; die Anzeige ist keine Liste zum Abschreiben.
Anforderung lesen: Was soll die Person konkret erledigen? Trenne ausdrücklich verlangte Voraussetzungen von Wünschen wie „von Vorteil“. Bei unklarer Formulierung bleibt zunächst offen, wie verbindlich die Anforderung ist.
Übereinstimmung prüfen: Hast du genau diese Aufgabe mit diesem Werkzeug erledigt, nur eine ähnliche Aufgabe oder bisher lediglich davon gehört? Halte den Unterschied in deinen Notizen fest.
Beleg auswählen: Welche eigene Tätigkeit macht deine Angabe nachvollziehbar? Ein belegter Teilbereich ist präziser als eine pauschale Behauptung über ein ganzes Fachgebiet.
Platz bestimmen: Ein kurzer Kenntnisse-Eintrag dient als Überblick. Den konkreten Einsatz beschreibst du bei der passenden Erfahrung; einen relevanten Lehrgang bei Weiterbildung.
Kürzen: Entferne aus der Auswahl Inhalte ohne erkennbaren Bezug, unklare Doppelungen und Eigenschaften, für die dir ein konkreter Anhaltspunkt fehlt. Eine wichtige Grundkenntnis bleibt auch dann relevant, wenn sie häufig vorkommt.
Ausgefülltes Beispiel: vom Verkauf zur Auftragsbearbeitung
Der folgende Fall ist vollständig fiktiv. Eine Verkaufsaushilfe in einem Schreibwarengeschäft bewirbt sich für die Auftragsbearbeitung. Die ebenfalls erfundene Anzeige nennt telefonische Bestellannahme, Nachhalten offener Bestellungen in Excel und Abstimmung mit dem Verkauf. SAP-Erfahrung ist als „von Vorteil“ beschrieben. Die Anzeige nennt keine Fremdsprachen oder Bildbearbeitung.
Die Auswahl beginnt damit, ähnliche Aufgaben zu erkennen: Die Person hat Bestellungen aufgenommen und offene Vorgänge dokumentiert. Daraus folgt noch keine Erfahrung mit der vollständigen Auftragsabwicklung, Rechnungsstellung oder einem ERP-System. Diese Begrenzung muss auch nach einer sprachlichen Überarbeitung sichtbar bleiben.
Ausgangslage der Person – noch kein fertiger Lebenslauf
Prüfbares Muster
03/2025–08/2026: Aushilfe im Schreibwarenverkauf. Telefonische Bestellungen mit Artikel, Menge und gewünschtem Abholtermin aufgenommen. Lieferzusagen traf die zuständige Verkaufskraft.
Eine vorhandene Excel-Bestellliste regelmäßig ergänzt, nach Datum sortiert und nach offenen Einträgen gefiltert. Keine Pivot-Tabellen, Makros oder selbst erstellten Auswertungen.
Ungeklärte Kundenrückfragen mit Bestellnummer und offenem Punkt an die nächste Schicht übergeben. Die Person hat weder ein Team geführt noch den Übergabeprozess entworfen.
Privat eine Word-Übung zu Serienbriefen bearbeitet; kein betrieblicher Einsatz. Außerdem Freizeitfotografie. SAP bisher weder verwendet noch praktisch geübt.
Alle Entscheidungen in der Tabelle „Welche Fähigkeit gehört wohin?“ beziehen sich auf diese Ausgangslage und diese Anzeige. Ein anderer Arbeitsplatz kann zu einer anderen Auswahl führen.
Das Ergebnis: ein kurzer Kenntnisse-Block mit passenden Aufgaben
Aus dem Beispiel entsteht ein kleiner Ausschnitt für den Lebenslauf. Die Excel-Angabe fasst den Werkzeuggebrauch zusammen. Bestellannahme und Zusammenarbeit werden in der Erfahrung sichtbar. Die folgenden Zeilen sind keine vollständige Bewerbung und kein Nachweis, dass die Person alle Anforderungen einer realen Stelle erfüllt.
Die separate Excel-Zeile ermöglicht einen schnellen Überblick, während die Tätigkeiten den Arbeitsrahmen zeigen. „Kommunikativ, organisiert, teamfähig“ muss nicht zusätzlich als dreifache Zusammenfassung erscheinen. Ebenso fehlen die private Word-Übung und Fotografie in dieser Auswahl, weil die konkrete Anzeige dafür keinen erkennbaren Anlass bietet. Das wertet diese Erfahrungen nicht ab.
Microsoft Excel: Bestelllisten pflegen, nach Datum sortieren und offene Vorgänge filtern; regelmäßige Anwendung im Schreibwarenverkauf.
Berufserfahrung
03/2025–08/2026 | Aushilfe im Verkauf | Schreibwarengeschäft (fiktiv)
Telefonische Bestellungen mit Artikel, Menge und gewünschtem Abholtermin aufgenommen; Lieferfragen zur Klärung an die zuständige Verkaufskraft weitergegeben.
Offene Kundenrückfragen mit Bestellnummer und Klärungsbedarf für die nächste Schicht festgehalten.
Ersetze in deiner Bewerbung Zeitraum, Betrieb und Aufgaben durch deine eigenen Angaben. Übernimm nur Tätigkeiten, die du tatsächlich ausgeführt hast.
Fähigkeiten so formulieren, dass der Umfang klar wird
Eine hilfreiche Formulierung nennt die Fähigkeit und ihren Anwendungsbereich. Ergänze den Lernstand oder Rahmen, wenn sonst ein falscher Eindruck entstehen könnte. „Kenntnis oder Aufgabe – konkrete Anwendung – gegebenenfalls Umfang oder Kontext“ ist dafür ein Schreibgerüst, kein Pflichtformat. Bei einfachen Angaben brauchst du keinen langen Zusatz.
Wenn du eine Einstufung wie „Grundkenntnisse“ oder „fortgeschritten“ verwendest, prüfe sie anhand der tatsächlich beherrschten Aufgaben. Die Dauer eines Kurses oder ein altes Abschlussdatum sagt allein nicht, was du heute anwenden kannst. Ein kurzer Probedurchlauf mit eigenen Übungsdaten kann Unsicherheiten zeigen; er ist keine Zertifizierung.
Zu weit: „Excel sehr gut“. Präziser im fiktiven Fall: „Excel: Bestelllisten pflegen, sortieren und filtern“. Regelmäßige Nutzung dieser Funktionen belegt keine Beherrschung des gesamten Programms.
Anderer, fiktiver Lernstand: „Excel-Grundkenntnisse: Sortieren und Filtern an Übungsdaten; noch kein betrieblicher Einsatz“. Das unterscheidet eine Übung von Routine im Arbeitsalltag.
Fiktives Methodenbeispiel: „Besprechungsprotokolle: Entscheidungen und offene Aufgaben nach vorgegebener Struktur dokumentiert“. Daraus wird nicht ohne weitere Erfahrung „Projektmanagement“.
Fiktives Praxisbeispiel: „Produktfotos für den Onlinekatalog freigestellt und zugeschnitten“. Verwende den tatsächlichen Programmnamen, wenn er relevant ist. Die Aufgabe allein belegt weder eine ganze Marketingstrategie noch umfassende Gestaltungsexpertise.
Was du mit fehlenden Fähigkeiten und laufendem Lernen machst
Eine passende Erfahrung kann den Wechsel in eine andere Aufgabe erklären. Sie ersetzt aber keine fehlende Kenntnis. Im Beispiel lässt sich die Bestellannahme auf ähnliche Arbeitsabläufe beziehen. Daraus werden keine SAP-Kenntnisse. Ob ein Arbeitgeber eine Einarbeitung anbietet, lässt sich aus dem Lebenslauf nicht ableiten.
Für eine Rückfrage im fiktiven Fall wäre eine sachliche Formulierung: „Ich bringe Erfahrung in telefonischer Bestellannahme und Excel-Listenpflege mit. SAP habe ich bisher nicht eingesetzt. Ist für diese Stelle eine Einarbeitung vorgesehen?“ Die Frage beschreibt den aktuellen Stand; sie verspricht weder eine bestimmte Lerngeschwindigkeit noch einen erfolgreichen Wechsel.
Nur geplant: Ein Kurswunsch oder die Absicht, ein Programm zu lernen, gehört nicht als vorhandene Fähigkeit in den Kenntnisse-Block.
Begonnen: Einen relevanten laufenden Kurs kannst du unter Weiterbildung mit tatsächlichem Titel, Anbieter und Beginn aufführen. Kennzeichne „laufend“ und einen Abschluss nur als geplant, solange er noch nicht erreicht ist.
Praktisch geübt: Benenne die selbst ausgeführten Übungen und ihren Rahmen. Aus einem nachgebauten Übungsbeispiel wird keine professionelle Projekterfahrung.
Nachweis vorhanden: Gib die genaue Bezeichnung und das Datum des Nachweises an. Unterscheide eine Teilnahmebescheinigung vom bestandenen Zertifikat und beides von späterem Praxiseinsatz.
Voraussetzung offen: Wenn eine Anzeige eine Fähigkeit ausdrücklich verlangt und du sie nicht besitzt, kläre bei Bedarf mit der Kontaktperson, ob dein Profil dennoch infrage kommt. Formuliere die Lücke nicht in eine vorhandene Qualifikation um.
Fähigkeiten ohne längere Berufserfahrung finden
Suche nach eigenen Tätigkeiten in Praktika, Nebenjobs, Schulprojekten, Ehrenamt oder privaten Lernprojekten. Du brauchst für die erste Bewerbung keine künstlich aufgefüllte Expertenliste. Der Kontext sollte erkennbar bleiben: Mitarbeit in einer Schulbibliothek ist eine Erfahrung, aber noch keine abgeschlossene bibliothekarische Ausbildung.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt für den Berufseinstieg unter anderem Praktika, Nebenjobs und freiwillige Tätigkeiten als praktische Erfahrung. Bei den Stationen empfiehlt sie konkrete Aufgaben sowie Angaben zu Zeitraum, Arbeitgeber und Position. Das Schulbeispiel hier ist eine redaktionelle Anwendung, kein von der BA geprüftes Muster.
Separates fiktives Beispiel aus einer Schulbibliothek
Prüfbares Muster
Ausgangslage: Die Person half während eines Schulhalbjahres bei der Ausleihe. Sie trug Ausgaben und Rückgaben auf vorhandenen Karten ein und fragte bei unklaren Einträgen die betreuende Lehrkraft.
Möglicher Eintrag bei Schulprojekten: „Schulbibliothek: Ausleihen und Rückgaben auf Karteikarten dokumentiert; unvollständige Einträge mit der betreuenden Lehrkraft geklärt.“
Für eine Bewerbung mit Dokumentationsaufgaben lässt sich diese Tätigkeit verwenden. „Datenbankverwaltung“ oder „Bibliotheksleitung“ wäre durch die beschriebenen Aufgaben nicht gedeckt.
Ergänze bei einer echten Erfahrung Zeitraum, Einrichtung und deine tatsächliche Funktion. Eine Mitgliedschaft allein erklärt noch nicht, welchen Beitrag du geleistet hast.
Die fertige Auswahl auf Übertreibungen und Lesbarkeit prüfen
Lies deine Angaben einmal ohne die Anzeige daneben. Wird deutlich, welche Aufgaben du beherrschst, wo du sie angewendet hast und was erst im Lernen ist? Vergleiche anschließend jeden Fachbegriff wieder mit deinen ursprünglichen Notizen. Das ist besonders hilfreich, wenn du eine Formulierung aus einer Vorlage oder einer KI übernommen hast.
Die Dokumentation von Personio beschreibt mögliche Ausleseprobleme unter anderem bei grafischen Fähigkeitsbalken. Das betrifft die Datenübernahme dieses Systems und belegt keine allgemeine automatische Absage wegen eines bestimmten Layouts. Ein Textkopiertest kann fehlenden Text zeigen, prüft aber nicht jedes Bewerbungsportal.
Für die abschließende Durchsicht deines Dokuments kannst du den Lebenslauf-Check nutzen. Ob Aufgaben, Lernstand und Verantwortungsumfang stimmen, musst du mit deinen eigenen Erfahrungen abgleichen.
Aufgeblähter Umfang: Aus „Bestellliste gepflegt“ darf nicht „Auftragsmanagement verantwortet“ werden. Prüfe auch Verben wie geleitet, entwickelt und automatisiert auf ihren tatsächlichen Bedeutungsumfang.
Erfundener Erfolg: Ergänze keine Zeitersparnis, Fehlerquote oder Umsatzwirkung, die du nicht belegen kannst. Eine präzise beschriebene Aufgabe darf ohne Kennzahl stehen.
Unklare Wiederholung: Eine kurze Übersicht und ein konkreter Einsatz können sich sinnvoll ergänzen. Streiche weitere Wiederholungen, wenn sie keine zusätzliche Information liefern.
Unverständliche Bewertung: Ersetze alleinstehende Sterne oder Prozentbalken durch eine lesbare Angabe zum Können. Gibt ein Bewerbungsportal eine definierte Skala vor, richte dich nach deren Beschreibung.
Export: Öffne die fertige Datei und prüfe, ob Programmnamen, Kenntnisse und Aufgaben gut lesbar sind. Kontrolliere automatisch übernommene Portalangaben vor dem Absenden.
Sortierung
Welche Fähigkeit gehört wohin?
Auswahl für die fiktive Bewerbung aus dem Schreibwarenverkauf. Jede Zeile zeigt, wie die Ausgangsangabe zur Anzeige passt und was im Lebenslauf daraus wird.
Wische seitlich für alle Spalten.
Kriterium
Entscheidung und Bereich
Grund
Konkrete Angabe oder nächste Handlung
„Excel sehr gut“
Präzisieren → Kenntnisse
Listenpflege, Sortieren und Filtern sind tatsächlich ausgeübte Aufgaben.
Excel: Bestelllisten pflegen, sortieren und offene Vorgänge filtern; Praxis im Schreibwarenverkauf.
„Kundenberatung“
Eingrenzen → Berufserfahrung
Beschrieben ist die Annahme von Bestellungen; Lieferzusagen traf eine andere Person.
Telefonische Bestellungen aufgenommen; Lieferfragen zur Klärung weitergegeben.
„Teamfähig“
Beispiel zeigen → Berufserfahrung
Die Übergabe offener Rückfragen ist belegt, eine Teamleitung nicht.
Kundenrückfragen mit Bestellnummer und Klärungsbedarf für die nächste Schicht festgehalten.
„SAP“
Als vorhandene Kenntnis weglassen
Bisher weder eingesetzt noch praktisch geübt. Die Anzeige nennt es als Vorteil.
Bei Bedarf klären, ob eine Einarbeitung vorgesehen ist. Keine SAP-Erfahrung behaupten.
Private Word-Übung
In der privaten Sammlung behalten
Serienbriefe sind in der Beispielanzeige keine Aufgabe; ein beruflicher Einsatz liegt nicht vor.
Bei einer passenden anderen Stelle: „Word: Serienbrief-Funktion an einem eigenen Übungsprojekt angewendet“.
Freizeitfotografie
Aus dieser Auswahl weglassen
Die genannte Auftragsbearbeitung hat keinen erkennbaren Bezug zur Fotografie.
Für eine andere Stelle neu bewerten, etwa wenn Produktaufnahmen zu den Aufgaben gehören.
Beispiel und Orientierung
So sieht die Builder-Richtung aus
Die Vorschau hält die Produktlogik greifbar: keine abstrakten Ratschläge ohne Builder-Anschluss.
Zusatzhilfe
Diese Fragen helfen beim letzten Abgleich
Prüfe die ausgewählten Angaben an deinen ursprünglichen Notizen und an der tatsächlichen Anzeige.
Kann ich zu jeder genannten Fähigkeit eine eigene Aufgabe oder Lernerfahrung beschreiben?
Unterscheide ich meine Aufgabe vom Beitrag anderer Personen und von einer Leitungsfunktion?
Ist überall erkennbar, ob ich etwas beruflich eingesetzt, privat geübt oder erst geplant habe?
Habe ich einen geforderten Programmnamen versehentlich ergänzt, obwohl ich das Programm nicht beherrsche?
Ergänzen sich Kenntnisse und Erfahrung, ohne dieselbe Aussage mehrfach auszuschmücken?
Sind die Angaben auch in der exportierten Datei und nach einer Portalübernahme vollständig lesbar?
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Kenntnisse im Lebenslauf vertiefen
Kenntnisse nach Fachgebiet ordnen und den tatsächlichen Anwendungsstand verständlich beschreiben.
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Welche Fähigkeiten gehören in den Lebenslauf?
Wähle tatsächlich vorhandene Fähigkeiten, die zu den Aufgaben der Stelle passen. Das können fachliche Verfahren, Programme, Sprachen, praktische Fertigkeiten oder persönliche Arbeitsweisen sein. Halte zu jeder Angabe fest, was du selbst damit gemacht hast. Eine häufige Grundkenntnis kann relevant sein; eine seltene Fähigkeit ohne Bezug zur Stelle muss nicht in die Auswahl.
Was ist der Unterschied zwischen Fähigkeiten und Kenntnissen?
Die Begriffe überschneiden sich im Bewerbungsalltag. Kenntnisse bezeichnen häufig Fachwissen oder den Umgang mit Programmen, Methoden und Sprachen. Fähigkeiten ist weiter gefasst und kann auch praktische Tätigkeiten oder die Zusammenarbeit beschreiben. Im Lebenslauf helfen konkrete Aufgaben mehr als eine möglichst strenge Trennung der Begriffe.
Soll ich Soft Skills unter Fähigkeiten auflisten?
Ein kurzer Überblick ist möglich, wenn du die Angaben durch eigene Tätigkeiten nachvollziehbar machst. Eine isolierte Liste wie „teamfähig, kommunikativ, belastbar“ erklärt wenig. Prüfe, ob ein konkreter Punkt bei Berufserfahrung oder einem Projekt bereits zeigt, wie du gearbeitet hast; dann brauchst du denselben Inhalt nicht mehrfach als Etikett.
Welche Fähigkeiten kann ich ohne viel Berufserfahrung nennen?
Nutze tatsächlich ausgeführte Aufgaben aus Praktika, Nebenjobs, Schule, Ehrenamt oder eigenen Projekten. Benenne den Rahmen und deinen Anteil. Aus einer privaten Softwareübung wird keine Berufspraxis; aus Mitarbeit in einer Gruppe keine Teamleitung. Relevant ist, welche Aufgabe du bereits bearbeiten kannst und was du noch lernen musst.
Wie viele Fähigkeiten sollte ich im Lebenslauf nennen?
Es gibt keine passende feste Anzahl für jede Bewerbung. Nimm die Angaben auf, die vorhandenes Können für die konkreten Aufgaben sichtbar machen. Kürze fachfremde Inhalte und Wiederholungen. Bei Berufseinsteigern kann die Auswahl klein sein; ein spezialisiertes Profil kann mehrere Programme oder Verfahren benötigen. Fülle keine Liste nur bis zu einer vorgegebenen Zahl.
Darf ich eine Fähigkeit nennen, die ich gerade erst lerne?
Ja, wenn du den aktuellen Stand korrekt beschreibst. Einen laufenden Kurs kennzeichnest du als laufend, praktisch bearbeitete Übungen als Übungen. Ein bloßer Lernwunsch ist noch keine Kenntnis. Verlangt die Anzeige eine Fähigkeit, die du noch nicht besitzt, kläre bei Bedarf die Bedeutung der Anforderung; ähnliche Erfahrung ersetzt den fehlenden Kenntnisstand nicht.
Produktredaktion für deutsche Bewerbungslogik, quellennahe Inhaltsprüfung, Builder-Flows und lebenslaufnahe Exportpfade.
Produkt-Test
Redaktionell am 23. September 2026 überarbeitet. Auswahlübung, Lebenslauf-Ausschnitt und weitere Beispiele sind fiktiv. Die Quellen stützen die allgemeinen Hinweise zu passenden Erfahrungen, konkreten Aufgaben und Datenübernahme; sie bestätigen keine Eignung der Beispielperson und kein Bewerbungsergebnis.
Quellenbasierte Kernaussagen
Europass empfiehlt, Beispiele für Fähigkeiten und Erfahrungen auf die Stellenanzeige abzustimmen und sich auf passende Fakten zu konzentrieren.[8]
Die Bundesagentur nennt Praktika, Nebenjobs und freiwillige Tätigkeiten als mögliche praktische Erfahrung beim Berufseinstieg und empfiehlt konkrete Aufgaben zu den Stationen.[1]
Personio nennt grafische Fähigkeitsbalken als mögliche Fehlerquelle bei der Datenübernahme und empfiehlt die Kontrolle der ausgelesenen Informationen.[6]
Aufgeführt sind nur Quellen, die konkrete Aussagen dieses Ratgebers fachlich stützen.
[1] Den perfekten Lebenslauf erstellen
Bundesagentur für Arbeit
Hinweise zu konkreten Aufgaben und Stationen sowie zur Auswahl zusätzlicher Kenntnisse anhand der Stelle; auch mit Orientierung für den Berufseinstieg.
Arbeitsblatt der Bundesagentur mit Checkpunkten zu Lebenslauf, Anlagen sowie Ferien-, Nebenjobs und ehrenamtlichen Tätigkeiten als belegbare Zusatzerfahrung.
Dokumentation zur Übernahme von Lebenslaufdaten in Personio, möglichen Ausleseproblemen und der anschließenden Kontrolle. Keine allgemeine Regel zur Bewertung oder Ablehnung von Bewerbungen.
Empfiehlt passende Erfahrungsbeispiele, einen auf die Stelle abgestimmten Lebenslauf und klare Sprache; eine umfassendere Sammlung kann als Grundlage der Auswahl dienen.