Fiktives Beispiel
Wie sieht die freiwillige Zusatzzeile aus?
„Familienstand: verheiratet“
Nur verwenden, wenn es zutrifft und du die Angabe bewusst machen möchtest. Ohne diese Zeile bleibt der übliche Bewerbungslebenslauf ebenfalls vollständig.Persönliche Daten
Familienstand im Lebenslauf: freiwillige Angabe, korrekte Formulierung und Beispiele. So unterscheidest du CV, Bewerbungsportal und späteren Personalbogen.
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Entscheidung
Ledig, verheiratet, geschieden oder verwitwet belegt keine fachliche Eignung. Ein Lebenslauf mit deinem Namen, verlässlichen Kontaktwegen und passenden beruflichen Informationen braucht diese Zeile nicht. Die Bundesagentur ordnet Familienangaben ausdrücklich als freiwillig ein. Wenn du ein altes Muster verwendest, kannst du das Feld samt Label entfernen und den freien Abstand schließen.
Offizielle Orientierung: Lebenslauf-Ratgeber der Bundesagentur
Schreibweise
Eine freiwillige Zeile steht bei den persönlichen Angaben und wird nicht in Anschreiben, Deckblatt und Kurzprofil wiederholt. Sie beschreibt deinen Status in Bezug auf Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft, kein Beziehungsprofil. Ein wahrer Status ist wichtiger als eine vermeintlich günstige Wirkung. Heiratsdatum, Trennungsgrund und Beruf einer Partnerperson sind für diese Zeile nicht nötig.
Die Unterscheidung von ledig, verheiratet, verwitwet und geschieden erläutert Destatis
Für bestehende Lebenspartnerschaften: § 20a LPartG
Fiktives Beispiel
„Familienstand: verheiratet“
Nur verwenden, wenn es zutrifft und du die Angabe bewusst machen möchtest. Ohne diese Zeile bleibt der übliche Bewerbungslebenslauf ebenfalls vollständig.Formulare
Ein sichtbares Feld ist noch keine Pflicht. Prüfe die Markierung, Hilfetexte und den Zeitpunkt der Abfrage. Ein freiwilliges Feld kannst du leer lassen. Wenn ein Portal ohne Auswahl nicht weitergeht, ist damit weder der Zweck geklärt noch entschieden, ob dieselbe Angabe in die hochgeladene PDF gehört.
Rückfrage als Textvorlage
„Im Bewerbungsformular ist der Familienstand ein Pflichtfeld. Welche Option beziehungsweise welcher Einreichungsweg ist für meine Situation vorgesehen, und wofür wird die Angabe in dieser Bewerbungsphase benötigt?“
Passe die Nachricht an. Wähle keinen falschen Status, nur um das Formular abzuschicken.Nach der Auswahl
Bewerbungsunterlagen helfen bei der Auswahl. Nach einer Zusage können weitere Angaben für Vertrag, Abrechnung oder Personalverwaltung benötigt werden. Dieser spätere Bedarf macht Familienangaben in jeder vorherigen Bewerbung nicht automatisch erforderlich. Prüfe deshalb Absender, Zweck und den vorgesehenen Übermittlungsweg des Personalbogens.
§ 26 BDSG erfasst auch Bewerbende und nennt in Absatz 1 die Erforderlichkeit für die Beschäftigungsentscheidung: Gesetzestext lesen
Rechtlicher Kontext
§ 1 AGG nennt Familienstand nicht als eigenen Schutzgrund. Familienbezogene Auswahlentscheidungen können trotzdem mit einem geschützten Merkmal zusammenhängen, etwa mit dem Geschlecht. Aus der Vorschrift lässt sich weder ein vorgeschriebener Lebenslaufblock noch die Aussage ableiten, jede Familienstandsangabe sei verboten. Die praktische Entscheidung über eine freiwillige CV-Zeile ist von einer rechtlichen Prüfung des Auswahlverfahrens zu unterscheiden.
Die Schutzmerkmale stehen in § 1 AGG
Im Urteil 8 AZR 753/13 vom 18. September 2014 ging es um einen Arbeitgebervermerk zum Kindesalter neben einer Familienstandszeile. Das BAG hielt geschlechtsbezogene Rollenannahmen als mögliche Grundlage einer Benachteiligung für relevant und verwies die Sache zur Tatsachenprüfung zurück. Es entschied nicht, dass jede Familienangabe automatisch diskriminiert. Urteil und Begründung
Arbeitsanforderungen
Eine Ehe sagt nicht, wie viele Stunden du arbeiten möchtest; ledig sagt nichts über Dienstreisen. Wenn eine Ausschreibung solche Anforderungen nennt, beantworte sie direkt. Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt ebenfalls Fragen zur tatsächlichen Einsatzbereitschaft statt zu familiären Verhältnissen. Für einen konkreten Konflikt kann individuelle Beratung nötig sein.
Behördliche Orientierung: Fair in den Job!, Seiten 28–29
Für die Formulierung des Arbeitsumfangs: Bewerbung in Teilzeit
Fiktive Beispiele
„Verfügbar ab 1. November 2026 für 30 Wochenstunden.“ – „Dienstreisen an bis zu zwei Tagen pro Woche möglich.“ – „Umzug nach Hannover zum Stellenantritt geplant.“
Die Beispiele sind Alternativen, keine Standardzusagen. Nenne nur zutreffende Angaben, die für die jeweilige Stelle relevant sind.Verwandte Fragen
Manchmal soll die Familienstandszeile eine ganz andere Frage beantworten. Ein Zeugnis trägt einen früheren Namen, eine Pause braucht einen Zeitraum oder ein religiöser Arbeitgeber nennt besondere Anforderungen. Löse die konkrete Frage mit den dafür nötigen Angaben; eine zusätzliche Ehe- oder Beziehungserklärung hilft dabei meist nicht.
Über Kinderzahl und private Betreuungsangaben entscheidest du hier: Kinder im Lebenslauf
Wenn Zeugnisse anders heißen: Geburtsname und frühere Namen
Für eine Unterbrechung der Berufstätigkeit: Elternzeit im Lebenslauf
Religiöse Zugehörigkeit ist eine eigene Frage: Konfession im Lebenslauf
Für den allgemeinen Aufbau und die üblichen Angaben: Lebenslauf in Deutschland
Entscheidungstabelle
Die Phase und der Zweck entscheiden. Ein freiwilliges Feld wird nicht wie eine spätere Abrechnungsangabe behandelt.
Wische seitlich für alle Spalten.
| Kriterium | Empfohlene Entscheidung | Direkte Alternative | Grenze |
|---|---|---|---|
| Freier Bewerbungslebenslauf | Familienstand weglassen | Qualifikation und Kontakt klar zeigen | keine private Füllangabe |
| Alte Vorlage mit Familienstandsfeld | Label und Zeile vollständig löschen | Layoutabstand schließen | nicht „keine Angabe“ schreiben |
| Optionales Portalfeld | leer lassen | Vorschau auf Standardwert prüfen | nicht im PDF wiederholen |
| Pflichtfeld im Bewerberportal | wahre Option oder Rückfrage | Hilfetext und Recruitingkontakt nutzen | keine falsche Auswahl |
| Personalbogen nach Zusage | erforderliche Daten sicher eintragen | Absender und Zweck verifizieren | nicht in das Master-CV übertragen |
| Arbeitszeit oder Reisetätigkeit | Familienstand weglassen | Stunden, Zeiten oder Reisetage nennen | keine Flexibilität ableiten |
| Umzug oder Arbeitserlaubnis | Familienstand weglassen | Umzugs- oder Beschäftigungsstatus nennen | keine Partnerdaten |
| Kinder, Elternzeit, Name oder Konfession | Spezialfrage getrennt lösen | den passenden Ratgeber nutzen | nicht im Familienstand bündeln |
Beispiel und Orientierung
Die Vorschau hält die Produktlogik greifbar: keine abstrakten Ratschläge ohne Builder-Anschluss.
Zusatzhilfe
Die wichtigsten nächsten Schritte sind direkt in die passenden Builder- oder Inhaltsrouten verlinkt.
Schritt für Schritt
Prüfe deine fertige Bewerbung in dieser Reihenfolge.
Lebenslauf, Bewerbungsportal oder Personalbogen nach der Zusage unterscheiden.
Pflichtmarkierung und Hilfetext kontrollieren; ein altes Vorlagenfeld ist keine Pflicht.
Prüfen, ob die Abfrage die Auswahl oder einen späteren Verwaltungsvorgang betrifft.
Falls nötig, Stunden, Reiseumfang oder Startdatum statt Familienstand nennen.
Weglassen oder bewusst eine einzelne zutreffende Statusangabe aufnehmen.
Keine falsche Auswahl treffen; fehlende Optionen mit der Personalstelle klären.
PDF und Portalvorschau auf leere Labels, alte Angaben und ungewollte Standardwerte kontrollieren.
Weiterlesen oder direkt umsetzen
Kinder im Lebenslauf angeben? Wann die Angabe hilfreich sein kann, wann Weglassen besser ist und wie private Details neutral bleiben.
Spezialfrage lesenDiese Seite klärt die Suchfrage rund um persönliche Daten im Lebenslauf, Geburtsdatum, Adresse, Familienstand und Kontaktblock. Sie zeigt, welche Angaben für deutsche Bewerbungen wirklich helfen, welche freiwillig bleiben und wann Datenschutz, Neutralität oder Platz im Kopfbereich wichtiger sind.
Verwandte Seite lesenKinder im Lebenslauf angeben? Wann die Angabe hilfreich sein kann, wann Weglassen besser ist und wie private Details neutral bleiben.
Verwandte Seite lesenWann der Auswahlprozess Identität und Kontakt getrennt behandelt und welche Grenzen Anonymisierung hat.
Verwandte Seite lesenFrühere Namen nur bei echtem Zuordnungsbedarf nennen und Namenskontinuität ohne private Beziehungsbiografie herstellen.
Namensfrage lesenElternzeit als berufliche Station oder Unterbrechung neutral einordnen, ohne Familienstand, Kinderzahl oder Betreuung offenzulegen.
Elternzeit einordnenDeutschen CV mit Kontakt, Werdegang, Bildung, Kenntnissen, Beispiel und PDF-Check vollständig und stellenbezogen aufbauen.
Deutschland-CV lesenPflichtangaben, sinnvolle Zusatzangaben und verzichtbare Inhalte im vollständigen Lebenslauf voneinander trennen.
CV-Aufbau lesenReligionszugehörigkeit bei kirchlichen und anderen Arbeitgebern getrennt vom Familienstand und quellenbezogen entscheiden.
Konfessionsfrage lesenWochenstunden, Arbeitszeitlage und echte Flexibilität nennen, ohne Familienstand oder private Gründe als Stellvertreter zu verwenden.
Arbeitszeit formulierenFAQ
Nein. Im üblichen deutschen Bewerbungslebenslauf ist die Angabe freiwillig. Die Bundesagentur ordnet Familieninformationen entsprechend ein. Eine gesonderte Formularabfrage ist unabhängig von deiner CV-Datei zu prüfen.
§ 1 AGG nennt geschützte Merkmale, aber keine Pflichtfelder für Lebensläufe und auch Familienstand nicht als eigenen Schutzgrund. Begründe die freiwillige CV-Angabe mit aktueller Bewerbungspraxis und offiziellen Hinweisen statt mit einer vermeintlichen früheren Pflicht.
Unsere Empfehlung ist Weglassen, wenn die Angabe keine konkrete Bewerbungsfrage löst. Kontakt, Erfahrung und Qualifikation bleiben entscheidend. Willst du Arbeitszeiten oder Reisebereitschaft erläutern, formuliere diese direkt.
Du musst beides nicht angeben. Wenn du den Familienstand freiwillig nennst, verwende deinen wahren aktuellen Status. Ledig oder verheiratet sind keine Ersatzwerte für jede andere Lebenssituation.
Eine einzelne Zeile bei den persönlichen Angaben genügt, etwa „Familienstand: verheiratet“. Wiederhole sie nicht auf mehreren Dokumenten. Heiratsdatum, Partnerberuf und private Begründungen brauchst du dafür nicht.
Single beschreibt den Beziehungsstatus. Ledig ist etwas anderes: Eine geschiedene oder verwitwete Person kann single sein, ohne ledig zu sein. Die freiwillige Zeile kannst du vollständig weglassen.
Nein. Eine Scheidung oder Verwitwung musst du im üblichen Lebenslauf nicht erläutern. Falls ein Zeugnis einen früheren Namen trägt, kläre nur die Zuordnung der Unterlagen. Ein falscher Ersatzstatus ist dafür keine Lösung.
Nein. Kinderzahl und Familienstand sind getrennte Angaben. Eine kombinierte Zeile wie „verheiratet, zwei Kinder“ ist nicht erforderlich. Für einen beruflichen Zeitraum kann eine sachliche Elternzeit-Station sinnvoll sein.
Ein optionales Feld kannst du leer lassen. Bei einem Pflichtfeld nutze nur eine zutreffende Option. Fehlt sie oder ist der Zweck unklar, frage die Personalstelle nach dem vorgesehenen Weg. Ergänze die Angabe nicht automatisch in der PDF.
Spätere Personalverwaltung kann weitere Angaben benötigen. Das begründet keinen pauschalen Bedarf in der vorherigen Auswahl. Bearbeite erforderliche Personalstammdaten im dafür vorgesehenen Verfahren und halte dein Bewerbungs-CV davon getrennt.
Nicht automatisch. Konfession und Familienstand sind verschiedene Angaben. Prüfe die konkrete Ausschreibung und offizielle Verfahrenshinweise. Ein religiöser Arbeitgeber ist für sich allein kein Anlass, Ehe, Scheidung oder Partnerschaft im CV offenzulegen.
Nicht verlässlich. Weder Ehe noch lediger Status belegen mögliche Arbeitszeiten, Reiseumfang oder Einsatzbereitschaft. Konkrete, wahre Angaben zur Stellenanforderung sind dafür aussagekräftiger.
Du kannst sachlich nach dem Stellenbezug fragen oder direkt die angesprochene Arbeitsanforderung beantworten. Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt Anforderungen statt familiärer Verhältnisse abzufragen. Bei einem konkreten Konflikt hilft qualifizierte Beratung.
Der Lebenslauf zeigt Eignung und Erreichbarkeit für die Auswahl. Ein späterer Personalbogen kann Vertrags- oder Verwaltungsdaten erfassen. Prüfe dessen Absender, Zweck und erforderliche Felder, statt dieselben Angaben vorsorglich jeder Bewerbung beizufügen.
Redaktion und Einordnung
Verwendete Quellen
Aufgeführt sind nur Quellen, die konkrete Aussagen dieses Ratgebers fachlich stützen.
Grundlagen zu Struktur, Reihenfolge und formaler Lesbarkeit eines Lebenslaufs.
Quelle öffnenLeitfaden für vollständige Bewerbungsunterlagen und saubere Einordnung der relevanten Bestandteile.
Quelle öffnenArbeitsblatt der Bundesagentur mit Checkpunkten zu Lebenslauf, Anlagen sowie Ferien-, Nebenjobs und ehrenamtlichen Tätigkeiten als belegbare Zusatzerfahrung.
Quelle öffnenAmtliche Gesetzesfassung zu geschützten Merkmalen wie ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung und Alter als Kontext für fotoarme oder anonymisierte Bewerbungsprofile.
Quelle öffnenAmtliche Gesetzesfassung zur Verarbeitung personenbezogener Daten von Beschäftigten und Bewerbenden, inklusive besonderer Kategorien personenbezogener Daten.
Quelle öffnenLeitfaden für Bewerbungen in Deutschland aus 2026. Er behandelt Familienstand und Konfession gemeinsam; konkrete religiöse Anforderungen sind gesondert zu prüfen.
Quelle öffnenPraxisbroschüre der Bundesagentur mit einer Lebenslauf-Checkliste, die Familienstand und Kinder als nicht verpflichtend einordnet und im Zweifel zum Weglassen rät.
Quelle öffnenAktuelle Behördenorientierung zu Fragen nach Familienstand, Familienplanung, Kindern und Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch und ihrem möglichen Geschlechtsbezug.
Quelle öffnenBehördenbeschreibung eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens, das unter anderem Name, Adresse, Geburtsdatum, Herkunft und Familienstand aus der ersten Auswahl entfernt.
Quelle öffnenEntscheidung vom 18. September 2014 zur möglichen Indizwirkung eines arbeitgeberseitigen Vermerks über ein Kind im Lebenslauf im Zusammenhang mit einer Benachteiligung wegen des Geschlechts.
Quelle öffnenAmtlicher Verordnungstext zum Grundsatz der Datenminimierung: personenbezogene Daten sollen dem Zweck angemessen und auf das notwendige Maß beschränkt sein.
Quelle öffnenAmtlicher Gesetzestext zum Personenstand als familienrechtlicher Stellung innerhalb der Rechtsordnung und zu den damit verbundenen personenstandsrechtlichen Daten.
Quelle öffnenAmtlicher Gesetzestext: Eine bestehende Lebenspartnerschaft wird erst durch die persönliche gemeinsame Erklärung vor dem Standesamt in eine Ehe umgewandelt.
Quelle öffnenErgänzender Karriereratgeber zur Auswahl persönlicher Angaben und zum Weglassen privater Familieninformationen.
Quelle öffnenErgänzender Karriereratgeber mit Statusübersicht, Platzierung und Formulierungsbeispielen.
Quelle öffnenWeitere Perspektive zur Statusangabe und Platzierung. Deutungen von Charakter oder Verfügbarkeit sind keine verlässlichen Auswahlkriterien.
Quelle öffnenWeitere Formulierungsbeispiele zur freiwilligen Angabe. Berufliche Eignung sollte unabhängig vom privaten Status belegt werden.
Quelle öffnenDie Mitteilung vom Februar 2026 unterscheidet ledig von verheiratet, verwitwet und geschieden; hier wird nur die Begriffsabgrenzung verwendet.
Quelle öffnenSeiten 28–29 empfehlen Fragen zu konkreten Einsatzmöglichkeiten anstelle von Fragen nach familiären Verhältnissen.
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