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Persönliche Daten

Kinder im Lebenslauf: angeben oder weglassen?

Kinder im Lebenslauf sind freiwillig. Prüfe mit vier Fragen, wann Weglassen besser ist, wie Elternzeit getrennt wird und welche Formulierung passt.

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Lesedauer
11 Min.
Abschnitte
16
Stand
21. September 2026
KinderFamilieLebenslaufOptional

Kurzentscheidung

Kinder im Lebenslauf angeben: in vier Fragen entscheiden

Beginne mit der Information, die du vermitteln möchtest: Geht es um deine private Situation, eine berufliche Pause, mögliche Arbeitszeiten oder Erfahrung in der Betreuung? Kinderzahl allein beantwortet die letzten drei Fragen nicht. Prüfe deshalb diese vier Punkte, bevor du ein altes Vorlagenfeld übernimmst.

  • Formular: Ist das Kinderfeld optional, kannst du es leer lassen. Bei einem blockierenden Pflichtfeld klärst du Zweck und vorgesehenes Vorgehen mit der Personalstelle.
  • Chronologie: Muss ein Zeitraum erklärt werden? Dann benenne Elternzeit oder Familienphase, nicht das Kind.
  • Anforderung: Zählt Verfügbarkeit? Dann nenne Stunden, Dienstzeiten oder Starttermin direkt.
  • Nachweis: Zählt Arbeit mit Kindern? Dann zeige Ausbildung und echte Praxis statt Elternstatus.

Offizielle Grundlage

Kinder sind im Lebenslauf keine Pflichtangabe

Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet Familienangaben im Lebenslauf als freiwillig. Deine Kinderzahl ist deshalb keine notwendige Zeile eines üblichen Bewerbungslebenslaufs. § 1 AGG nennt Elternschaft und Familienstand nicht als eigene Schutzmerkmale; eine Benachteiligung im Zusammenhang mit Familie kann aber etwa das Geschlecht betreffen. Daraus folgt keine Garantie, dass Weglassen jede unfaire Behandlung verhindert.

Die Einordnung zu freiwilligen Familienangaben findest du im Lebenslauf-Ratgeber der Bundesagentur

  • Familienangaben: freiwillig, nicht Teil des Standard-Pflichtblocks.
  • Datenschutz: § 26 BDSG erfasst auch Bewerbende. Für die Auswahl relevante Angaben und spätere Personalstammdaten haben unterschiedliche Zwecke.
  • Rechtsfragen im Einzelfall: Betriebsrat, Gewerkschaft, Antidiskriminierungsstelle oder anwaltliche Beratung nutzen.

Standardfall

Warum Weglassen meistens die bessere CV-Lösung ist

Kinderzahl und Alter zeigen weder Fachwissen noch tatsächliche Arbeitszeit. Auch Sätze wie „Betreuung gesichert“ beantworten eine Stellenanforderung nur indirekt. Ein klarer Lebenslauf nennt stattdessen genau das, was geprüft werden darf und für die Rolle zählt. Das spart Platz, schützt Privates und vermeidet zusätzliche Angaben, die zu stereotypen Deutungen einladen können.

  • Statt Kinderalter: relevante Qualifikation oder aktueller Beleg.
  • Statt Betreuungsmodell: zutreffender Stundenumfang oder Dienstzeit.
  • Statt Familiengeschichte: sachliche Station mit Zeitraum.

Freiwillige Angabe

Wenn du Kinder trotzdem im Lebenslauf nennen möchtest

Du darfst dich bewusst für Transparenz entscheiden. Dann genügt im persönlichen Datenblock eine kurze Zeile. Die Information darf nicht größer wirken als Ausbildung, Berufserfahrung oder Kenntnisse. Vermeide Daten, die dem Arbeitgeber keinen Nutzen für die Auswahl geben und zugleich deine Kinder betreffen.

  • Knapp: „1 Kind“ oder „2 Kinder“.
  • Nicht nötig: Namen, genaue Geburtsdaten, Schule, Wohnort oder gesundheitliche Angaben.
  • Meist entbehrlich: Alter, Familienstand und Beschreibung der Betreuung.
  • Konsequent: dieselbe freiwillige Angabe nicht an mehreren Stellen wiederholen.

Formulierungen

Kinder im Lebenslauf: Beispiele für Weglassen und Nennen

Die folgenden Formulierungen sind redaktionelle Beispiele. Wähle nur Angaben, die deine tatsächliche Situation wiedergeben. Häufig brauchst du gar keine Kinderzeile; eine Angabe zur gewünschten Arbeitszeit kann dagegen sinnvoll sein, wenn die Ausschreibung danach fragt.

  • Standard: Kontaktdaten enden nach Name, Ort, Telefonnummer und E-Mail.
  • Freiwillig und knapp: „2 Kinder“.
  • Zu privat: „Zwei Kinder, 4 und 7 Jahre, Betreuung durch Großeltern gesichert“.
  • Präziser bei Arbeitszeit: „Verfügbar ab 01.10.2026 für 30 Wochenstunden“.
  • Präziser bei Schichtarbeit: „Früh- und Spätdienst laut Ausschreibung möglich“, aber nur wenn das stimmt.

Chronologie

Kinderangabe und Elternzeit nicht verwechseln

Eine Kinderzeile schließt keine Lücke. Wenn Elternzeit einen Zeitraum erklärt, wird die Elternzeit als Station oder innerhalb eines fortbestehenden Arbeitsverhältnisses eingeordnet. Dafür brauchst du weder Kinderzahl noch Alter. Nach der Zeitangabe folgt wieder die berufliche Perspektive: aktuelle Erfahrung, Weiterbildung, Zielrolle oder tatsächlicher Wiedereinstieg.

  • Beispiel: „03/2024–08/2026 Elternzeit“.
  • Mit Weiterbildung: nur echte Kurse mit Anbieter, Thema und Datum ergänzen.
  • Mit Teilzeit: tatsächliche Beschäftigung als eigene oder fortgeführte Station zeigen.
  • Mehrere Perioden und Mutterschutz: im Elternzeit-Guide detailliert prüfen.

Familienphase

Familienarbeit ohne laufendes Arbeitsverhältnis sachlich einordnen

Nicht jede Betreuungspause ist rechtlich Elternzeit. Bestand kein Arbeitsverhältnis, kann eine neutrale Bezeichnung wie „Familienphase“ die Chronologie erklären. Die Zeile sollte weder unbezahlte Sorgearbeit abwerten noch daraus erfundene Berufserfahrung machen. Ergänze nur nachweisbare Weiterbildungen, Projekte, Ehrenamt oder Nebenjobs.

Die Voraussetzungen erläutert das Familienportal des Bundes

  • Beispiel: „01/2023–06/2025 Familienphase“.
  • Beruflich relevante Aktivität separat und mit echten Daten nennen.
  • Keine Fantasie-Kennzahlen oder Managementtitel aus Familienaufgaben ableiten.

Verfügbarkeit

Arbeitszeit nennen, ohne Kinderbetreuung offenzulegen

Eine Stellenanzeige darf praktische Anforderungen enthalten, etwa Schichtzeiten, Dienstreisen oder einen Starttermin. Beantworte diese Anforderungen direkt. Ob Partner, Kita, Schule oder Verwandte deine private Organisation tragen, muss der Lebenslauf nicht erklären. Eine konkrete, wahre Verfügbarkeitsangabe ist für beide Seiten nützlicher.

  • Teilzeit: gewünschten oder möglichen Wochenumfang nennen, wenn er für die Stelle wichtig ist.
  • Schicht: nur die tatsächlich möglichen Zeitmodelle bestätigen.
  • Reisen: realistische Reisebereitschaft statt Familienbegründung nennen.
  • Start: konkretes Datum angeben, wenn es gefragt ist.

Berufe mit Kindern

Eigene Kinder ersetzen keine berufliche Erfahrung

Elternschaft kann persönliche Erfahrung vermitteln; sie ersetzt keine pädagogische Ausbildung oder berufliche Praxis. Wenn du dich für Betreuung, Erziehung oder soziale Arbeit bewirbst, beschreibe die passende Tätigkeit, deinen Verantwortungsumfang und vorhandene Nachweise. So wird konkret, was du in die Rolle einbringst, ohne Fähigkeiten allein aus deiner Kinderzahl abzuleiten.

  • Stark: Ausbildung, Praktikum, Ehrenamt, Gruppenleitung oder Berufsstation mit Aufgaben.
  • Schwach: „Als Mutter bin ich automatisch belastbar und pädagogisch erfahren.“
  • Sicher: nur Kompetenzen nennen, die du an einer überprüfbaren Situation zeigen kannst.

Fiktives Formulierungsbeispiel

Wie zeige ich Erfahrung in der Arbeit mit Kindern?

„Ehrenamtliche Assistenz im Kinderturnen: Material vorbereitet, Bewegungsstationen unter Anleitung begleitet und die Gruppenleitung bei der Organisation unterstützt.“

Nur übernehmen, wenn die Tätigkeit stimmt. Zeitraum und tatsächlichen Vereinsnamen ergänzen; selbstständige Leitungsverantwortung nicht behaupten, wenn du unterstützt hast.

Vorurteile

Keine Faustregel nach Geschlecht, Alter oder Familienmodell

Ratschläge wie „ältere Kinder wirken unproblematisch“ oder „Väter erscheinen besonders loyal“ beruhen auf Stereotypen, nicht auf einer belastbaren CV-Regel. Auch alleinerziehend, verheiratet, geschieden oder kinderlos sagt nichts Sicheres über Leistung und Verfügbarkeit. Der Lebenslauf sollte die individuelle Eignung zeigen, nicht erwartete Rollenbilder bedienen.

  • Keine Kinderangabe als Loyalitäts- oder Belastbarkeitsbeweis verwenden.
  • Keine unterschiedliche Empfehlung für Mütter und Väter übernehmen.
  • Keine private Stabilität aus Familienstand oder Kinderalter ableiten.

Portal und Gespräch

Wenn Formular oder Personalgespräch nach Kindern fragt

Im Portal sind ein optionales Profilfeld und ein technisch blockierendes Pflichtfeld verschiedene Fälle. Im Gespräch ist die konkrete Arbeitsanforderung entscheidend. Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt im Leitfaden „Fair in den Job!“, nach Einsatzmöglichkeiten statt nach familiären Verhältnissen zu fragen. Das ist behördliche Orientierung; ob eine konkrete Benachteiligung vorliegt, hängt vom Einzelfall ab.

Siehe dazu Fair in den Job!, Seiten 28–29

  • Optionales Kinderfeld: leer lassen und vor dem Absenden prüfen, ob das Portal einen Standardwert eingesetzt hat.
  • Pflichtfeld ohne passende Ausweichoption: bei der genannten Personalstelle nach Zweck und vorgesehenem Einreichungsweg fragen. Nicht „0 Kinder“ wählen, wenn das unzutreffend ist.
  • Gespräch: direkt auf die relevante Anforderung antworten, zum Beispiel „Die ausgeschriebenen Früh- und Spätdienste kann ich übernehmen“, sofern das stimmt.
  • Bei einem Konflikt: Fragen und Gesprächsverlauf zeitnah festhalten und qualifizierte Beratung nutzen.

Digitaler Lebenslauf

Kinderangaben in Vorlage, Datei und Bewerberprofil prüfen

Ein altes Lebenslaufmuster kann noch Felder zu Kindern enthalten, obwohl du sie diesmal weglassen möchtest. Auch das gespeicherte Bewerberprofil ist nicht automatisch identisch mit deiner neuen PDF. Kontrolliere beide Fassungen und entferne unbeabsichtigte Wiederholungen. Ein leerer Platzhalter mit dem Label „Kinder“ muss nicht im Dokument stehen bleiben.

  • Alte Musterfelder im Builder oder DOCX gezielt löschen.
  • PDF-Vorschau und Bewerberprofil getrennt kontrollieren.
  • Keine Kinderinformationen in Dateinamen, Kurzprofil oder Freitext wiederholen.
  • Bei einer Bewerbung in einem anderen Land prüfst du dessen Vorgaben, statt Familienfelder aus einer deutschen Vorlage automatisch zu übertragen.

Weiterführende Hilfe

Welche Seite Familienstand, Elternzeit und Wiedereinstieg beantwortet

Wenn du die Kinderangabe geklärt hast, kann noch eine andere Frage offen sein: Wie erklärst du eine berufliche Pause, wo nennst du Teilzeitwünsche oder wie formulierst du den Wiedereinstieg? Bearbeite jeweils diese konkrete Information. Eine zusätzliche Familienzeile löst solche Fragen nicht.

Für die zeitliche Einordnung: Elternzeit im Lebenslauf

Für Anschreiben und Rückkehr in den Beruf: Bewerbung nach Elternzeit

Für Umfang und Verteilung deiner Arbeitszeit: Bewerbung in Teilzeit

Für ledig, verheiratet oder geschieden: Familienstand im Lebenslauf

Entscheidungsmatrix

Kinder, Elternzeit oder Verfügbarkeit: was gehört wohin?

Trenne private Information von der arbeitsbezogenen Aussage. So beantwortet jede Zeile nur die Frage, die ein Lebenslauf tatsächlich lösen soll.

Wische seitlich für alle Spalten.

KriteriumBeste CV-LösungNicht vermischen mit
Normale Bewerbung ohne erklärungsbedürftigen ZeitraumKinder weglassen; Qualifikation und Erfahrung priorisierenFamilienstand, Alter oder Betreuung
Elternzeit bei bestehendem ArbeitsverhältnisZeitraum als Elternzeit bei der Station einordnenKinderzahl oder Familiengeschichte
Betreuungspause ohne ArbeitsverhältnisSachliche Familienphase und echte Zusatzaktivitäten nennenRechtliche Elternzeit oder erfundene Berufserfahrung
Teilzeit, Schicht oder ReiseanforderungMögliche Stunden, Zeiten oder Reiseumfang direkt nennenKita, Partner oder Betreuungsperson
Berufliche Arbeit mit KindernAusbildung, Praxis, Aufgaben und Nachweise zeigenElternschaft als automatische Qualifikation
Freiwillige persönliche OffenheitHöchstens eine knappe KinderzeileNamen, Geburtsdaten, Schule oder Gesundheitsdaten

Beispiel und Orientierung

So sieht die Builder-Richtung aus

Die Vorschau hält die Produktlogik greifbar: keine abstrakten Ratschläge ohne Builder-Anschluss.

Zusatzhilfe

Direkte Weiterführung

Die wichtigsten nächsten Schritte sind direkt in die passenden Builder- oder Inhaltsrouten verlinkt.

Fünf-Schritte-Check

So prüfst du Kinderangaben vor dem PDF-Export

Der Ablauf entfernt unnötige private Daten, ohne relevante Zeiträume oder echte Verfügbarkeit zu verschweigen.

  1. 1

    Pflicht und Zweck prüfen

    Markiere alle Felder zu Kindern, Familie und Betreuung. Prüfe, ob sie freiwillig sind und welche arbeitsbezogene Entscheidung sie unterstützen sollen. Ohne klaren Zweck lässt du sie weg.

  2. 2

    Chronologie getrennt lösen

    Kontrolliere, ob Elternzeit oder eine Familienphase einen Zeitraum erklärt. Benenne die Station selbst, nicht Namen, Alter oder Anzahl der Kinder.

  3. 3

    Stellenanforderung direkt beantworten

    Wenn Wochenstunden, Schichten, Reisen oder Startdatum wichtig sind, formuliere nur die zutreffende Verfügbarkeit. Private Betreuungswege bleiben außerhalb des CV.

  4. 4

    Berufliche Belege priorisieren

    Ersetze pauschale Eltern-Stärken durch Ausbildung, Aufgaben, Praktika, Ehrenamt oder messbare Ergebnisse, die zur Zielrolle passen und im Gespräch erklärbar sind.

  5. 5

    PDF und Portal gemeinsam kontrollieren

    Prüfe Kopfbereich, Kurzprofil, Freitext, Bewerberkonto und PDF-Vorschau. Entferne wiederholte Kinderangaben und versende nur Daten, die du bewusst ausgewählt hast.

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Verwandte Seiten für den nächsten sinnvollen Schritt

FAQ

Antworten, die häufig direkt zur nächsten Aktion führen

Muss ich Kinder im Lebenslauf angeben?

Nein. Die Bundesagentur für Arbeit nennt Angaben zur Familie freiwillig. Ein üblicher Lebenslauf kann deshalb ohne Kinderzahl, Alter, Namen oder Betreuungsmodell vollständig sein. Entscheidend sind Erreichbarkeit, relevante Stationen, Qualifikationen und Kenntnisse. Prüfe nur, ob ein Zeitraum wie Elternzeit separat eingeordnet werden sollte.

Sollte man Kinder im Lebenslauf angeben?

Meist nicht. Die Angabe erklärt die fachliche Eignung selten und schafft zusätzliche private Daten. Nenne stattdessen die Information, die für die Stelle wirklich zählt: einen Zeitraum, den gewünschten Stundenumfang, den Starttermin oder nachweisbare Erfahrung mit Kindern. Nur wenn du die Familienangabe bewusst offenlegen willst, sollte sie kurz und sachlich bleiben.

Wie gibt man Kinder im Lebenslauf an?

Wenn du dich bewusst dafür entscheidest, genügt im Bereich persönliche Daten eine knappe Zeile wie „1 Kind“ oder „2 Kinder“. Namen, Geburtsdaten, Schule, Wohnort, gesundheitliche Angaben und die Betreuungsperson gehören nicht hinein. Das Alter ist ebenfalls freiwillig und meist entbehrlich. Familienstand und Kinderzahl müssen nicht zusammen genannt werden.

Soll ich das Alter meiner Kinder im Lebenslauf nennen?

Normalerweise nein. Das Alter ist eine zusätzliche private Information und kein Qualifikationsnachweis. Ältere Ratgeber leiten daraus oft vermutete Flexibilität ab, doch diese Annahme sagt nichts Verlässliches über deine tatsächliche Verfügbarkeit. Wenn Arbeitszeiten wichtig sind, nenne den möglichen Stundenumfang oder Dienstzeitraum direkt.

Gehört „Kinderbetreuung gesichert“ in den Lebenslauf?

Im Regelfall nicht. Die Formulierung legt private Organisation offen, ohne die arbeitsbezogene Frage präzise zu beantworten. Wenn die Stelle feste Zeiten, Schichtdienst oder Reisen verlangt, bestätige nur die zutreffende Anforderung, zum Beispiel „verfügbar für Früh- und Spätdienst“ oder „30 Wochenstunden ab 1. Oktober“. Versprich nichts, was nicht gesichert ist.

Wie erkläre ich Elternzeit ohne private Details?

Nenne den Zeitraum sachlich, etwa „03/2024–08/2026 Elternzeit“. Bei einem fortbestehenden Arbeitsverhältnis bleibt die Arbeitgeberstation sichtbar und die Elternzeit wird passend eingeordnet. Kinderzahl, Namen und Betreuung sind dafür nicht nötig. Mehrere Zeiträume, Teilzeit während der Elternzeit und Mutterschutz behandelt der eigene Elternzeit-Ratgeber.

Muss ich angeben, dass ich alleinerziehend bin?

Nein. Alleinerziehend, verheiratet, geschieden oder getrennt lebend sind keine notwendigen Angaben für einen normalen Lebenslauf. Formuliere die arbeitsbezogene Information direkt, wenn sie relevant ist: Starttermin, Wochenstunden oder mögliche Dienstzeiten. So bleibt der CV sachlich und lädt nicht zu Vermutungen über dein Privatleben ein.

Sind eigene Kinder ein Vorteil bei Berufen mit Kindern?

Elternschaft allein ist kein beruflicher Qualifikationsnachweis. Für Pädagogik, Betreuung oder soziale Arbeit zählen belegbare Ausbildung, Berufspraxis, Praktika, Ehrenamt, Fortbildungen und konkrete Aufgaben. Wenn eigene Erfahrung einen echten, angemessenen Bezug hat, kannst du sie im Gespräch einordnen. Ersetze damit aber keine fachlichen Nachweise.

Was mache ich, wenn ein Bewerbungsportal nach Kindern fragt?

Ein optionales Feld kannst du leer lassen. Blockiert ein Pflichtfeld die Bewerbung, frage die Personalstelle nach Zweck und vorgesehenem Vorgehen. Wähle keinen falschen Wert wie „0 Kinder“, um weiterzukommen. Prüfe außerdem, ob du dich noch bewirbst oder schon einen Personalbogen nach der Zusage ausfüllst.

Darf ein Arbeitgeber im Gespräch nach Kindern fragen?

Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt, Fragen nach Kindern und familiären Verhältnissen aus dem Auswahlgespräch herauszuhalten und stattdessen konkrete Anforderungen wie Dienstreisen oder Arbeitszeiten zu klären. Du kannst die Stellenanforderung sachlich beantworten. Ob ein konkreter Vorgang rechtlich diskriminierend ist, muss im Einzelfall geprüft werden.

Redaktion und Einordnung

Redaktionell geprüft und zuletzt aktualisiert

Herausgeber
Fachredaktion für Bewerbung & Lebenslauf
Stand
21. September 2026
Fachlicher Fokus
Produktredaktion für deutsche Bewerbungslogik, quellennahe Inhaltsprüfung, Builder-Flows und lebenslaufnahe Exportpfade.

Quellenbasierte Kernaussagen

  • Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet Angaben zur Familie im Lebenslauf als freiwillig; ein vollständiger Standardlebenslauf braucht deshalb keine Kinderangabe.[1]
  • § 26 BDSG bezieht Bewerberinnen und Bewerber in den Beschäftigtendatenschutz ein; sein Absatz 1 nennt die Erforderlichkeit für die Entscheidung über ein Beschäftigungsverhältnis.[5]
  • Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt arbeitsbezogene Fragen anstelle von Fragen nach Kindern oder familiären Verhältnissen; die rechtliche Bewertung eines konkreten Falls bleibt davon zu unterscheiden.[4][6][7][9]
  • Anonymisierte Auswahlverfahren lassen private Merkmale wie den Familienstand bewusst weg, damit Fähigkeiten und Kompetenzen im Vordergrund stehen.[8]
Redaktion und Methodik ansehen

Verwendete Quellen

Fachquellen zu diesem Thema

Aufgeführt sind nur Quellen, die konkrete Aussagen dieses Ratgebers fachlich stützen.

Den perfekten Lebenslauf erstellen

Bundesagentur für Arbeit

Grundlagen zu Struktur, Reihenfolge und formaler Lesbarkeit eines Lebenslaufs.

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Bewerbungsunterlagen: Das gehört rein

Bundesagentur für Arbeit

Leitfaden für vollständige Bewerbungsunterlagen und saubere Einordnung der relevanten Bestandteile.

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Der finale Qualitätscheck deiner Bewerbung

Bundesagentur für Arbeit

Arbeitsblatt der Bundesagentur mit Checkpunkten zu Lebenslauf, Anlagen sowie Ferien-, Nebenjobs und ehrenamtlichen Tätigkeiten als belegbare Zusatzerfahrung.

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AGG § 1 Ziel des Gesetzes

Gesetze im Internet / Bundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz

Amtliche Gesetzesfassung zu geschützten Merkmalen wie ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung und Alter als Kontext für fotoarme oder anonymisierte Bewerbungsprofile.

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BDSG § 26 Datenverarbeitung im Beschäftigungskontext

Gesetze im Internet / Bundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz

Amtliche Gesetzesfassung zur Verarbeitung personenbezogener Daten von Beschäftigten und Bewerbenden, inklusive besonderer Kategorien personenbezogener Daten.

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Umfrage: unzulässige Fragen in Vorstellungsgesprächen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Amtliche Einordnung zu Fragen nach Kinderwunsch, Schwangerschaft, Familienstand und der Vereinbarkeit familiärer Pflichten im Bewerbungsverfahren.

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Fragen und Antworten zum Geschlecht im Bewerbungsverfahren

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Aktuelle FAQ mit der Einordnung, dass Fragen zur Familienplanung, zum Familienstand und zur Anzahl der Kinder grundsätzlich nicht erlaubt sind.

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Was bedeutet anonymisiertes Bewerbungsverfahren?

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Definition eines anonymisierten Verfahrens, in dem unter anderem Angaben zum Familienstand entfallen und Fähigkeiten sowie Kompetenzen im Mittelpunkt stehen.

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Fair in den Job! Leitfaden für diskriminierungsfreie Einstellungsverfahren

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Seiten 28–29 unterscheiden Fragen zur familiären Situation von konkreten Arbeitsanforderungen und ordnen die rechtlichen Grenzen ein.

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Was ist Elternzeit?

Familienportal des Bundes

Offizielle Voraussetzungen für Elternzeit; Grundlage für die Unterscheidung zwischen Elternzeit und einer Familienphase ohne Arbeitsverhältnis.

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