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Die Schlussformel im Arbeitszeugnis ist für Bewerbungen weder völlig egal noch ein isoliertes K.-o.-Kriterium. Sie kann den Ton stützen oder leicht abschwächen, aber Leistung, Verhalten, Aktualität und die praktische Relevanz des Zeugnisses wiegen meist stärker. Eine fehlende Schlussformel fällt vor allem dann auf, wenn auch der Rest des Zeugnisses schon knapp oder widersprüchlich wirkt. Typisch ist: Note-1-Schlussformeln sind wärmer und voller, Note 2 wirkt wertschätzend, Note 3 knapper und Note 4 oft deutlich nüchterner oder auffällig leer.
- Dank, Bedauern und Zukunftswünsche können den Gesamteindruck abrunden, ersetzen aber kein starkes Leistungs- und Verhaltensbild.
- Auch bei der Schlussformel ist der Sprung zwischen Note 1, 2, 3 und 4 meist eher ein Ton- als ein Rechtsautomatismus.
- Fehlende oder knappe Schlussformeln werden häufig überdeutet und sollten nie isoliert gelesen werden.