Anschreiben strukturiert aufbauen
Für die vollständige Briefstruktur jenseits des Mediengestalter-Spezialfalls.
Anschreiben vertiefenAusbildung & Berufseinstieg
Bewerbung als Mediengestalter ausrichten: aktueller Fachrichtungscheck, Arbeitsproben, Portfolio, Anschreiben und Beispiele für Digital/Print sowie Bild/Ton.
14,90 € einmalig · 3 Anpassungen + 3 Anschreiben · kein Verfall
Direktantwort
Eine Mediengestalter-Bewerbung wird nicht dadurch passend, dass sie besonders bunt aussieht. Sie muss zeigen, dass du den ausgeschriebenen Beruf, die Fachrichtung und die Leistung des Betriebs verstanden hast. Mediengestalter Digital und Print sowie Mediengestalter Bild und Ton sind verschiedene Ausbildungsberufe. Innerhalb Digital und Print unterscheiden sich seit 2023 vier Fachrichtungen. Übernimm deshalb den vollständigen Titel aus der Anzeige und baue Anschreiben, Lebenslauf und Arbeitsproben um genau diese Aufgaben herum.
Zielpass
Lege vor dem Schreiben sechs Felder an: Beruf, Fachrichtung, Arbeitgeberprodukt, Zielaufgaben, Projektbeleg und Einreichungsregel. Beispiel: „Digital und Print – Digitalmedien – Onlinekommunikation – responsiver Prototyp und Qualitätstest – Schulbibliotheksprojekt – maximal vier Arbeitsproben als Upload.“ Fehlt eines der Felder, recherchierst du zuerst weiter. Der Zielpass verhindert, dass ein gutes Projekt im falschen Kontext landet oder eine veraltete Fachrichtungsbezeichnung den Text schwächt.
Berufswahl
Digital und Print arbeitet je nach Fachrichtung an Designkonzepten, digitalen Medien, Printproduktion oder Projektsteuerung. Bild und Ton plant und realisiert audiovisuelle Produktionen und verbindet Gestaltung mit Produktionssystemen, Kamera, Licht, Ton, Montage, Sicherheit und rechtlichen Vorgaben. Beide Berufe können Video, Grafik oder digitale Werkzeuge berühren; entscheidend ist der vollständige Produktionskontext. Eine Bewerbung sollte diese Grenze nicht mit einer gemeinsamen Softwareliste verwischen.
Neuordnung
Die aktuelle Ausbildungsordnung trat am 1. August 2023 in Kraft. Sie nennt Projektmanagement, Designkonzeption, Printmedien und Digitalmedien. Ältere Ratgeber führen häufig noch Beratung und Planung, Gestaltung und Technik oder Konzeption und Visualisierung. Diese Begriffe können in Lebensläufen bereits ausgebildeter Personen weiterhin historisch korrekt sein. Für eine neue Ausbildungsbewerbung verwendest du aber die Bezeichnung des aktuellen Ausbildungsplatzes und prüfst, welcher Schwerpunkt tatsächlich angeboten wird.
Designkonzeption
Das BIBB-Profil nennt Kundenauftrag, Kommunikationsziel, gestalterischen Bedarf, Ideenentwicklung, Visualisierung, Präsentation und Anpassung. Eine passende Arbeitsprobe zeigt deshalb nicht nur das fertige Plakat oder Interface. Ergänze ein kurzes Briefing, Zielgruppe, zwei verworfene oder weiterentwickelte Varianten, begründete Entscheidungen und den Umgang mit Feedback. Im Anschreiben reicht ein Projekt, wenn deine Rolle und der Weg vom Auftrag zur Lösung klar werden.
Digitalmedien
Die Fachrichtung umfasst laut BIBB unter anderem digitale Medien für Zielgruppen und Endgeräte, funktionale Prototypen, Animation und Barrierefreiheit. Wähle daher nicht nur einen Screenshot. Zeige beispielsweise responsives Verhalten, einen klickbaren Ablauf, eine kurze Animation oder einen Qualitätscheck. Wenn du nicht programmiert hast, sage das offen und beschreibe deinen tatsächlichen Anteil an Konzept, Layout, Assets oder Test. Präzision ist glaubwürdiger als eine übergroße Toolbehauptung.
Printmedien
Für Printmedien zählen nicht nur Layout und Typografie. Das aktuelle Berufsprofil umfasst das Aufbereiten, Transferieren und Konvertieren von Daten, standardisierte Druckdatenausgabe, automatisierte Workflows und Qualitätsvorgaben. Eine Arbeitsprobe kann deshalb Format, Beschnitt, Bildauflösung, Farbentscheidung, Proof oder Preflight nachvollziehbar machen. Behaupte keine Produktionsfreigabe, wenn du nur den Entwurf erstellt hast; markiere stattdessen sauber, welche Schritte du selbst ausgeführt hast.
Projektmanagement
Diese Fachrichtung ist nicht bloß ein kreatives Nebenfach. Das BIBB nennt Kundenberatung, Bedarfsermittlung, Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, Angebote und Kalkulationen, Präsentation sowie die Koordination von Terminen, Kosten und Ressourcen. Geeignet ist ein Schul-, Vereins- oder Nebenprojekt, bei dem du Anforderungen gesammelt, Aufgaben verteilt, einen Zeitplan gepflegt und ein Ergebnis präsentiert hast. Nenne Zahlen nur, wenn du sie belegen und einordnen kannst.
Bild und Ton
Die Ausbildungsordnung behandelt Auftragsauswertung, Produktionsplanung, technische Komponenten, Licht, Bild, Ton, Gestaltung, Montage, Recht, Datenschutz und Sicherheit. Ein Musikvideo oder Podcast ist daher stärker, wenn du Dreh- oder Aufnahmeplanung, Geräteeinsatz, eigene Rolle, Schnitt, Tonbearbeitung und Dateiausgabe erklärst. Verwende keine Musik, Personenaufnahmen oder Logos ohne geklärte Erlaubnis. Bei Teamprojekten müssen Kamera, Ton, Regie und Postproduktion eindeutig zugeordnet sein.
Stellenanalyse
Markiere in der Anzeige Produkte, Aufgaben, Zielgruppen, Werkzeuge, Arbeitsweise und formale Anforderungen. Unterscheide Muss-Angaben von Beispielen. Der BR nennt etwa Gestalten und Präsentieren, Erfahrung mit Grafikprogrammen, strukturiertes Denken, Social-Media-Grundlagen und Arbeitsproben. Ein Printbetrieb kann stattdessen Druckdaten und Produktionsqualität betonen. Übersetze jede zentrale Anforderung in einen belegbaren Satz oder eine passende Arbeitsprobe.
Belegformel
Dokumentiere Auftrag, Rolle, Prozess, Ergebnis und Reflexion. „Ich gestaltete ein Plakat“ bleibt unklar. Besser ist: Für welches Ziel und welche Zielgruppe entstand es? Welche Teile hast du selbst erledigt? Welche Varianten, Werkzeuge oder Prüfungen gehörten dazu? Was wurde eingesetzt oder getestet? Was würdest du nach Feedback ändern? Diese Struktur funktioniert für Layout, Interface, Animation, Druckprodukt, Video, Audio und Projektkoordination.
Portfolio-Pflicht
Ein allgemeiner Portfolio-Ratgeber kann die konkrete Anzeige nicht ersetzen. Der BR verlangt Arbeitsproben oder Links, Volkswagen nennt bis zu vier Arbeitsproben und Dupp bittet um eine Arbeitsprobe. Die Unterschiede betreffen Menge, Format und Verbindlichkeit. Prüfe auch das Portal selbst, weil dort Dateitypen und Größen begrenzt sein können. Wenn keine Arbeitsprobe genannt wird, entscheide nicht automatisch für einen großen Anhang; kläre, ob ein knapper Link zulässig und hilfreich ist.
Kuratierung
Beginne mit dem stärksten fachrichtungsnahen Projekt. Ergänze nur Arbeiten, die eine andere relevante Fähigkeit zeigen: etwa Konzept plus Umsetzung, digital plus Print oder Aufnahme plus Postproduktion. Entferne Dopplungen, unfertige Experimente ohne Erklärung und Arbeiten, deren Eigenanteil unklar ist. Eine kurze Projektkarte mit Titel, Jahr, Aufgabe, Rolle, Werkzeug und Ergebnis spart dem Empfänger Sucharbeit und macht deine Entwicklung vergleichbar.
Ohne Erfahrung
Für eine Ausbildung musst du keine fertige Agenturmappe vortäuschen. Ein sauber erklärtes Schulprojekt oder ein selbst gesetztes Briefing kann Lernfähigkeit, Sorgfalt und Feedbackkompetenz zeigen. Gib dem Projekt eine reale Einschränkung: Zielgruppe, Format, Abgabetermin oder technische Vorgabe. Dokumentiere Recherche und Zwischenstand. Kennzeichne fiktive Marken und Aufgaben als Übung. So sieht der Betrieb nicht nur Talent, sondern auch, wie du an eine Aufgabe herangehst.
Rechte
Ein Portfolio ist keine Ausnahme von Vertraulichkeit, Urheberrecht oder Datenschutz. Verwende eigene Arbeiten und kläre, ob Kunden-, Praktikums- oder Vereinsmaterial gezeigt werden darf. Entferne personenbezogene Daten nicht nur aus sichtbaren Flächen, sondern auch aus Dateinamen und Metadaten. Fehlt eine Freigabe, beschreibe die Aufgabe abstrakt oder erstelle eine neue Übung ohne geschützte Inhalte. Diese Vorsicht ist Teil professioneller Medienarbeit.
Datei oder Link
Bei einer Portfolio-PDF prüfst du Seitenzahl, Dateigröße, Lesbarkeit und Linkfunktion. Bei einem Webportfolio braucht der Empfänger Zugriff ohne Konto, Passwortanfrage oder Bearbeitungsrecht. Teste den Link in einem privaten Fenster, auf einem Mobilgerät und nach dem Kopieren aus der finalen PDF. Nutze sprechende Projektnamen und eine einfache Navigation. Ein technisch nicht erreichbares Portfolio kann selbst gute Arbeiten unsichtbar machen.
Anschreiben
Der Einstieg nennt Ausbildungsplatz und einen konkreten Bezug zum Produkt oder Arbeitsbereich. Danach folgt der stärkste Beleg: Auftrag, eigene Handlung und Ergebnis. Ein zweiter Beleg kann Arbeitsweise, Teamabstimmung oder Qualitätskontrolle zeigen. Der Schluss nennt möglichen Ausbildungsstart und Gesprächswunsch. Manche Verfahren machen das Anschreiben optional: advance.media erlaubt beispielsweise alternativ eine Motivationsantwort. In diesem Fall beantworte die konkrete Frage statt einen Standardbrief in das Textfeld zu kopieren.
Für die vollständige Briefstruktur jenseits des Mediengestalter-Spezialfalls.
Anschreiben vertiefenLebenslauf
Ergänze neben Schule, Praktika und Tätigkeiten einen knappen Projektbereich, wenn er zur Ausbildung passt. Pro Projekt genügen Titel, Zeitraum, Rolle, zwei relevante Schritte, Werkzeug und Ergebnis oder Portfoliolink. Trenne Grundkenntnisse, regelmäßige Anwendung und sichere Praxis. Wiederhole nicht jede Portfolio-Bildunterschrift. Der Lebenslauf liefert Orientierung; die Arbeitsprobe zeigt Tiefe. Achte darauf, dass Datum, Projektname und Rollenbeschreibung über beide Dokumente konsistent sind.
Gestaltung
Du darfst gestalterische Sicherheit zeigen, doch Bewerbung und Portfolio haben verschiedene Aufgaben. Anschreiben und Lebenslauf brauchen klare Hierarchie, ausreichenden Kontrast, konsistente Abstände und auswählbaren Text. Dekorative Fortschrittsbalken, winzige Schrift oder bildbasierte Lebensläufe erschweren die Prüfung. Nutze das Portfolio für gestalterische Experimente und die Kernunterlagen für zuverlässige Orientierung. Öffne die finale PDF in einem zweiten Viewer und prüfe sie auch ausgedruckt.
Tools
Schreibe nicht einfach Photoshop, InDesign, Illustrator, Premiere oder Figma nebeneinander. Verknüpfe ein Werkzeug mit Aufgabe und Ergebnis: Bildkorrektur für eine Serie, Satz und Preflight für eine Broschüre, Prototyp und Nutzertest für eine Oberfläche oder Schnitt und Tonpegel für einen Kurzfilm. Wenn du ein alternatives Programm nutzt, ist die übertragbare Arbeitslogik oft wichtiger als der Markenname. Übertreibe dein Niveau nicht; in der Ausbildung sollst du lernen.
Auswahl
Der BR beschreibt nach dem Screening gegebenenfalls einen Onlinetest und anschließend ein Gespräch. Andere Arbeitgeber können eine Gestaltungsaufgabe oder Probearbeit einsetzen. Übe deshalb nicht nur Softwareklicks. Erkläre ein Projekt in drei Minuten: Briefing, Zielgruppe, deine Rolle, Entscheidung, Qualitätscheck und Lernpunkt. Bei einer Aufgabe hältst du Zeit und erlaubte Hilfsmittel ein. Rückfragen zum Briefing sind professionell, wenn die Aufgabe Spielraum lässt.
Workflow
Erstens übernimmst du Beruf, Fachrichtung und Ausbildungsjahr. Zweitens analysierst du Produkte und Aufgaben des Betriebs. Drittens ordnest du jeder Kernaufgabe einen ehrlichen Projektbeleg zu. Viertens prüfst du Portfoliozahl, Datei, Link und Textkanal. Fünftens schreibst du Anschreiben oder Motivationsantwort und synchronisierst den Lebenslauf. Sechstens testest du Dateien, Links und Uploadzuordnung. So entsteht ein konsistentes Paket statt einer dekorativen Standardschablone.
Abgrenzung
Hier geht es um Bewerbungen für Mediengestalter Digital und Print sowie den getrennten Beruf Bild und Ton. Die Grafikdesigner-Seite besitzt freie oder studiennahe Grafikdesign-Rollen; UX hält Research und digitale Produktgestaltung; Content Management hält Redaktion, CMS und SEO. Allgemeine Ausbildungsunterlagen, vollständiger Anschreibenaufbau, Onlineversand und Gesprächsvorbereitung bleiben ebenfalls bei ihren Spezialseiten. Diese Grenzen verhindern, dass mehrere URLs dieselbe breite Kreativbewerbung nacherzählen.
Beispiel und Orientierung
Die Vorschau hält die Produktlogik greifbar: keine abstrakten Ratschläge ohne Builder-Anschluss.
Zusatzhilfe
Die wichtigsten nächsten Schritte sind direkt in die passenden Builder- oder Inhaltsrouten verlinkt.
Weiterlesen oder direkt umsetzen
Bewerbung als Grafikdesigner schreiben: Grafikdesign, Portfolio, Layout, Corporate Design, Adobe, Print, Web und Anschreiben.
Spezialfrage lesenBewerbung als Fotograf schreiben: Fotografie, Portfolio, Bildkonzept, Licht, Studio, Kunden, Bildbearbeitung und Anschreiben.
Spezialfrage lesenBewerbung als Content Manager schreiben: CMS, Redaktion, SEO, Content-Pflege, Briefing, Content Marketing, Anschreiben und Beispiele.
Spezialfrage lesenBewerbung als UX Designer schreiben: UI/UX, Research, Wireframes, Prototypen, Usability, Portfolio, Anschreiben und Lebenslauf.
Spezialfrage lesenBewerbung als Fachinformatiker schreiben: Systemintegration, Anwendungsentwicklung, Ausbildung, Projekte, Tools, Praktikum und Anschreiben.
Verwandte Seite lesenBewerbung als Model schreiben: Agentur, Sedcard, Polaroids, Maße, Fotos, Erfahrung, Seriosität, Casting und Anschreiben.
Verwandte Seite lesenWenn du dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst, brauchst du ein klares Paket aus Anschreiben, Lebenslauf, Motivation, relevanten Anlagen und einem sauberen E-Mail- oder Portaltext. Der Ratgeber zeigt Beispiele, Timing und typische Fehler.
Verwandte Seite lesenAllgemeiner Aufbau von Betreff und Einstieg bis Belegabsatz und Schluss, ohne den Mediengestalter-Spezialfokus zu verdoppeln.
Anschreiben vertiefenPortal, E-Mail, Dateiformate und Uploadweg für das vollständige Bewerbungspaket prüfen.
Online-Weg prüfenAllgemeine Gesprächsfragen, Selbstvorstellung und Vorbereitung nach einer Einladung vertiefen.
Gespräch vorbereitenFAQ
Nutze die Unterlagen aus der konkreten Anzeige: meist Lebenslauf, Zeugnisse und je nach Verfahren Anschreiben, Motivationsantwort, Arbeitsproben oder Portfoliolink. Nenne den vollständigen Beruf und die Fachrichtung. Ordne zwei bis vier passende Projekte mit Auftrag, eigener Rolle, Vorgehen und Ergebnis ein, sofern der Arbeitgeber diese Zahl erlaubt. Praktikum, Schulprojekt oder privates Projekt sind nutzbar, wenn du deinen Beitrag ehrlich beschreibst.
Die seit 1. August 2023 geltende Ausbildungsordnung nennt Projektmanagement, Designkonzeption, Printmedien und Digitalmedien. Ältere Bezeichnungen wie Gestaltung und Technik, Beratung und Planung oder Konzeption und Visualisierung gehören zur früheren Ordnung. Verwende in einer aktuellen Ausbildungsbewerbung die Bezeichnung der Anzeige und richte deine Beispiele auf das dort beschriebene Tätigkeitsprofil aus.
Digital und Print umfasst vier Fachrichtungen rund um Designkonzeption, digitale oder gedruckte Medien und Projektmanagement. Bild und Ton ist ein eigener Ausbildungsberuf für audiovisuelle Produktionen, etwa Produktionsplanung, Kamera, Licht, Ton, technische Systeme und Nachbearbeitung. Eine Social-Media-Grafik kann zu Digitalmedien passen; ein Video allein belegt noch keine sichere Bild-und-Ton-Produktion. Entscheidend sind Aufgaben und Prozess.
Nicht nach einer einheitlichen Regel. Im aktuellen BR-Verfahren sind Arbeitsproben oder Links für eine vollständige Bewerbung erforderlich, Volkswagen nennt bis zu vier Arbeitsproben und Dupp bittet um eine Arbeitsprobe. Andere Portale können nur Referenzen, einen Upload oder eine Motivationsfrage vorsehen. Prüfe deshalb die Anzeige, die Portalhilfe und erlaubte Dateiformate. Mehr Material als verlangt ist nicht automatisch besser.
Nutze reale Lern- und Eigenprojekte: Schülerzeitung, Vereinsplakat, Fotoreihe, kurzer Film, Podcast, Website-Prototyp oder eine selbst gesetzte Gestaltungsaufgabe. Erkläre Ausgangslage, Zielgruppe, deinen konkreten Anteil, zwei Arbeitsschritte und was du nach Feedback verändert hast. Erfinde keine Kundschaft und stelle ein Tutorialergebnis nicht als eigenständiges Konzept dar.
Eine ausdrücklich genannte Höchstzahl ist verbindlich. Ohne Zahlenvorgabe ist eine kleine, zielgerichtete Auswahl meist besser prüfbar als ein vollständiges Archiv. Zeige verschiedene relevante Fähigkeiten, ohne mittelmäßige Arbeiten nur für mehr Umfang aufzunehmen. Ein Deckblatt mit Projektname, Rolle und kurzem Ergebnis hilft bei der Navigation; das eigentliche Format richtet sich nach dem Portal.
Sie darf gestalterische Sicherheit zeigen, muss aber zuerst lesbar und technisch stabil sein. Eine klare Hierarchie, saubere Typografie, konsistente Abstände und ein kontrollierter PDF-Export sind belastbarere Belege als Effekte, ungewöhnliche Schriften oder ein Lebenslauf als Infografik. Lass das Portfolio die größere gestalterische Bandbreite zeigen und halte die Kernunterlagen scan- und druckbar.
Nenne Programme nur zusammen mit einer echten Anwendung: etwa Bildkorrektur für eine Fotoreihe, Layout und druckfähige Ausgabe für eine Broschüre, Prototyping für eine responsive Oberfläche oder Schnitt und Tonmischung für einen Kurzfilm. Übernimm nicht pauschal eine Adobe-Liste, wenn die Anzeige andere Werkzeuge oder vor allem Prozessverständnis verlangt. Kenntnisstand und Projektnachweis müssen zusammenpassen.
Beginne mit Zielberuf und einem konkreten Bezug zum Betrieb. Verbinde dann eine Aufgabe aus der Anzeige mit einem Projektbeleg: Ausgangslage, eigene Handlung und Ergebnis. Ein zweiter Absatz kann Arbeitsweise, Feedback oder Qualitätskontrolle zeigen. Schließe mit Ausbildungsstart und Gesprächswunsch. Wiederhole weder den Lebenslauf noch eine allgemeine Leidenschaft für Kreativität ohne Beleg.
Folge zuerst dem Uploadfeld. Bei einem Link braucht der Empfänger Zugriff ohne Anmeldung, ein seriöses Ziel, kurze Ladezeit und eine nachvollziehbare Projektstruktur. Teste ihn in einem privaten Browserfenster und auf dem Smartphone. Bei einer PDF gelten Dateigröße, Seitenzahl und zulässiger Typ des Portals. Sende keine ungefragten Cloud-Freigaben mit Bearbeitungsrechten.
Nur wenn du sie zeigen darfst. Prüfe Vereinbarung, Geheimhaltung, Urheber- und Nutzungsrechte sowie personenbezogene Daten. Anonymisiere nicht bloß oberflächlich und veröffentliche keine internen Entwürfe, Kennzahlen oder unveröffentlichten Kampagnen. Wenn eine Freigabe fehlt, beschreibe deine Arbeitsweise abstrakt oder erstelle ein eigenständiges fiktives Übungsprojekt, das klar als solches gekennzeichnet ist.
Das ist arbeitgeberspezifisch. Der Bayerische Rundfunk beschreibt nach dem Unterlagenscreening gegebenenfalls einen Onlinetest und danach ein Gespräch. Andere Betriebe können eine Arbeitsprobe, Probearbeit oder eine Aufgabe vorsehen. Bereite dich darauf vor, Entscheidungen zu erklären: Briefing, Zielgruppe, Alternativen, Zeit, Qualitätskontrolle und Feedback. Verwende nur Hilfsmittel, die in der Aufgabe erlaubt sind.
Redaktion und Einordnung
Verwendete Quellen
Aufgeführt sind nur Quellen, die konkrete Aussagen dieses Ratgebers fachlich stützen.
Nationaler BERUFENET-Berufsüberblick zum Ausbildungsberuf Mediengestalter/in Digital und Print mit Fachrichtungen, Gestaltung und Produktion.
Quelle öffnenNationaler BERUFENET-Berufsüberblick zu Mediengestalterinnen und Mediengestaltern Bild und Ton mit Aufnahme, Schnitt, Ton und Medienproduktion.
Quelle öffnenLeitfaden für vollständige Bewerbungsunterlagen und saubere Einordnung der relevanten Bestandteile.
Quelle öffnenOffizieller Überblick zu E-Mail-Bewerbung, Online-Portal und Papiermappe mit Hinweisen zu PDF, Dateigröße und technischen Anforderungen.
Quelle öffnenPraxisbroschüre der Bundesagentur mit Hinweisen zu schriftlicher Bewerbung, Online-Bewerbung, Bewerbungsformen und der Organisation kompletter Unterlagen.
Quelle öffnenAktuelles offizielles Berufsprofil mit den vier Fachrichtungen Projektmanagement, Designkonzeption, Printmedien und Digitalmedien sowie den jeweiligen Tätigkeitsfeldern.
Quelle öffnenAmtliche Ausbildungsordnung vom 15. Mai 2023, wirksam seit 1. August 2023, mit Struktur, Berufsbildpositionen und Prüfungsbereichen.
Quelle öffnenAmtliche Ausbildungsordnung für den eigenständigen Beruf Mediengestalter Bild und Ton mit Produktionsplanung, Technik, Gestaltung, Recht und Sicherheit.
Quelle öffnenAktuelle Arbeitgeberseite mit Fachrichtung Designkonzeption, Anforderungen, verpflichtenden Arbeitsproben oder Links und beschriebenem Auswahlprozess.
Quelle öffnenAktuelle Ausbildungsseite mit einer konkreten Onlinebewerbungsanforderung von bis zu vier Arbeitsproben.
Quelle öffnenAktuelle betriebliche Ausschreibung, die eine Arbeitsprobe wie ein eigenes Projekt, eine Referenz oder bisherige Arbeit verlangt.
Quelle öffnenAktueller Bewerbungsprozess, in dem Bewerbende zwischen hochgeladenem Anschreiben und einer konkreten Motivationsfrage wählen können.
Quelle öffnen